Eine unglaubliche Vielfalt an NGOs, die sich für einen positiven Klimawandel einsetzen, versammelt sich jedes Jahr am COP. Politische VertreterInnen aus jeder Region finden sich dort ein. Aus der Schweiz waren dieses Jahr u.a. Bundesrätin Doris Leuthard und Bundespräsident Alain Berset vertreten. Als positive Folge erhöht die Schweiz den Betrag für Klimaschutz um 120 Mio. Dollar! Zusätzlich sollen die Emissionen bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden!


Ein weiteres Highlight am diesjährigen COP war die Präsenz von Bertrand Piccard – bekannt durch seinen Flug um die Welt mit dem Solarflugzeug – als Moderator bei den UN Climate Action Awards.


GEN war dieses Jahr sehr breit vertreten. Einerseits durch je einen Stand von GEN-Europa und GEN-International, andrerseits durch die Präsenz an diversen Side-Events. Das Interesse an GEN war erneut sehr gross und es wurden viele Dialoge geführt mit Politikern aus aller Welt für konkrete Kooperationen mit GEN. Auch diverse NGOs sind interessiert an einer Zusammenarbeit.


ECOLISE war ebenfalls mit einem Stand am COP24 vertreten und nahm an diversen Side-Events teil. Auch auf dieser Ebene fanden fruchtbare Kontakte und Gespräch u.a. mit EU-VertreterInnen statt.


Insgesamt ging es stark um die Forderung und Dringlichkeit der rascheren Umsetzung der SDGs sowie der Reduktion der Klimaerwärmung unter 2 Grad Celsius bis 2030. Hauptthemen waren auch Anpassung von Strukturen, Verhaltensweisen und Minderung des CO2 Ausstosses.
Es wurde betont, dass die ganzen Bemühungen zu gering sind und zu langsam. Forderungen für sofortiges Handeln und vermehrte Investitionen für eine positive Wende des Klimawandels wurden laut.


Der Klimamarsch durch Katowice war ein weiteres Zeichen zu vermehrter Aktion für unser Klima; jedoch wurden rund hundert Teilnehmende des Marsches von der grossen Anzahl Sicherheitskräften zurückgehalten!


Beeindruckt hat die 15jährige Schwedin Greta Thunberg mit ihren Statements und ihren Aktionen (Schulstreik freitags vor dem Parlament fürs Klima), welche bereits auch in der Schweiz nachgeahmt werden.


Indigene Völker konnten einen gewissen Erfolg erzielen, durch die Anerkennung ihrer Erfahrungen in Bezug auf den Klimawandel sowie deren Knowhow an Lösungsstrategien. Dafür wurde eine Plattform geschaffen zum Dialog zwischen Indigenen Völkern, lokalen Gemeinden und Regierung.


Weiterführende Links zu COP24:
https://www.nau.ch/politik/bundeshaus/schweiz-erhoht-beitrage-fur-klimaschutz-um-120-millionen-dollar-65461374
https://gen-europe.org/news-events/archive/latest-news/power-and-possibility-at-cop-24/index.htm
https://www.ecolise.eu/cop24-yields-a-mix-bag-of-results/
https://www.global2000.at/news/ergebnisse-der-cop24-es-geht-voran-aber-viel-zu-langsam
https://www.dw.com/de/15-j%C3%A4hrige-redet-klimapolitikern-ins-gewissen/a-46569114
https://unfccc.int/news/cop24-strengthens-climate-action-of-local-communities-and-indigenous-peoples
https://news.un.org/en/events/cop24

Brigitta Spälti, GEN-Suisse Vorstandspräsidentin, brigitta.spaelti@gen-suisse.ch