Green Phoenix 23.-27.10.2019, Heilhaus Kassel

Green Phoenix 23.-27.10.2019, Heilhaus Kassel

Abschlussritual im Areal des Heilhausgeländes

Dieses Jahr fand das Green Phoenix erstmals an einem anderen Ort statt und zwar im Heilhaus in Kassel. Das Heilhaus ist eine Mehrgenerationen-Gemeinschaft und bietet Möglichkeiten von Geburt bis Tod, d.h. Schwangerschafts- und Geburtsbegleitung, Pflege und Sterbebegleitung. Es ist ein altes Fabrikareal in Kassel, mit mehreren Neubauten für rund 200 Personen.

Am Green Phoenix fanden sich rund 50 Personen aus allen Kontinenten ein. Es war eine Freude all die Menschen wiederzusehen. Jedes Jahr verbindet und vertieft sich diese Gemeinschaft von Gemeinschaften mehr.

Erneut berührten die Situationsberichte aus Süd- resp. Zentralamerika, aus Palästina, aus Afrika und aus Asien.

Jennifer berichtet von CASA Latina Süd-&Zentralamerika sowie ihrer Funktion in GEN. Sie wurde in einem Slum geboren. Damals musste sie zum Teil zwischen einem Busticket, einer Fotokopie oder etwas zu Essen entscheiden! Sie hatte die Möglichkeit weiterzukommen, Ingenieurin zu werden und mehr von der Welt zu sehen. Nun ist sie Präsidentin von GEN-International, obschon sie nie in einem Ökodorf gelebt hat. Für GEN wünscht sie sich partizipative Führung, nur miteinander gelingt es GEN als derart grosse Organisation in gute Bahnen zu lenken.
Von CASA her berichtet sie u.a., dass in Venezuela das GEN-Netzwerk durch die Öl-Mafia zerstört wurde! Viel Unruhe herrscht in verschiedenen weiteren Ländern in Südamerika wie Chile, Bolivien, etc. Es ist, als zeige sich eine Art Aufbruchstimmung als beginne das Volk mehr aufzustehen für mehr Gerechtigkeit. https://redcasalatina.org/

Die Situation in Palästina und Gaza ist nach wie vor alarmierend. Aida Schibli lädt uns alle ein, das Ökoprojekt in Farkha zu besuchen. Dies wäre ein wichtiger Akt zur Stärkung der Menschen vor Ort und auch politisch relevant. https://ecovillage.org/project/farkha/

Durch die Bügerkriegssituation in Cameroon wurde das Ecovillage-Projekt Bafut zerstört. Sonita und Joshua halten sich zurzeit aus Sicherheitsgründen in Europa auf. Sonita berichtet, dass sie bereits viele Freunde, Bekannte und Verwandte verloren haben durch diese prekären Umstände. http://betterworld-cameroon.com/

Für Ousmane, der über REDES, Netzwerk von Senegal sprach, ist der Kolonialismus realer als je zuvor. Heutzutage gibt es mehrere ‘colonisers’ (China, IWF, etc.), wo es früher ‘nur’ einen gab (Frankreich)! Die gleichen Firmen, die Unterdrückung in Senegal schaffen, tun dies letztlich auch in den Industrieländern. Es wurden mehrere Ölfelder in Senegal entdeckt. ‘Fake’-Firmen kaufen das Land und kreieren Erdölanlagen. Korrupte Führung im Land führt zur Vernachlässigung der Schulen und der Gesundheitsversorgung speziell in ländlicheren Gegenden. Somit ist es nun wichtig, dass das Volk nicht auf die Regierung wartet, sondern selbst initiativ wird. Früher waren sie unabhängig und lebten mehrheitlich ökoverträglich. Neben seinem Dorf, im Norden Senegals in der trockenen Sahelzone, fliesst ein grosser Fluss, sie leben neben dem Wasser, aber eigentlich ist es nicht wirklich nutzbar, da die Verschmutzung so gross ist.  https://redes-ecovillages.org/

In Kenya, so erzählt Philip, sind sie extremen Folgen des Klimas ausgesetzt. Nebst Dürren zeigen sich andrerseits auch vermehrte Überschwemmungen, was u.a. zu Invasionen von Fliegen führt. Dann wird Chemie eingesetzt, was zu Intoxikationen bei der Bevölkerung führt.

Eine starke Separation geschieht zwischen den ‘Tribes’ durch die Minenkooperationen. ‘Als die weissen Missionare nach Afrika kamen, sagten sie: «Schliesst Eure Augen und betet». Nun, da sie ihre Augen wieder öffnen, sehen sie die Katastrophen… 

-Monsanto als Saatmonopol mit Genmanipuliertem Saatgut

-Land wird weggenommen, durch Konzerne aufgekauft

-Rosenplantagen für die Luxuswelt im Norden nimmt das Wasser, welches sie dringend bräuchten und belastet die Gebiete mit weiteren Chemikalien.

Er bat uns alle, über unser tägliches Verhalten zu reflektieren und dies entsprechend zu ändern.

Von Otepic aus, kreieren sie eine eigene Samenbank, sodass sie wieder möglichst unmanipulierte und Landeseigene Samen haben.

Die aktuellen Situationen im Gesundheitsbereich sind speziell für Frauen prekär. Für Frauen gibt es bei einer Schwangerschaft nur die Option ins Spital zu gehen oder auf sich selber gestellt zu sein. In den Spitälern sterben viele Frauen, weil die Behandlungen derart schlecht sind. Er selber verlor seine Schwester. Alle Frauen müssen Kaiserschnitt machen, da dies mehr Geld einbringt!!! Zudem werden nicht selten Babys vertauscht. Familienmitglieder dürfen die Frauen nicht begleiten.

Otepic ist nun im Zuge ein Geburtshaus aufzubauen.  www.otepic.org

Von den rund 4’500 Inseln der Salomon Islands berichtet Andrew, dass diese enorm betroffen sind vom Klimawandel. Viele Bereiche gehen unter durch den steigenden Meeresspiegel oder es besteht eine derart schlechte Gesundheitsversorgung, dass die Menschen durch fehlende Behandlungen sterben. Sie versuchen mittlerweile ganze Dörfer aufs Festland von Australien umzusiedeln. Da jedoch nicht alle entsprechenden Politiker unterzeichnet haben, wurde dieses Vorhaben blockiert.

Nun versuchen sie durch Selbstorganisation und einer Unterschriftensammlung weiterzukommen. Sie sind jedoch angewiesen auf finanzielle Unterstützung.

Myanmar ist gemäss Peter, nach wie vor Militärisch gesteuert, obwohl sie seit acht Jahren eine Demokratie hätten. Es geschehe viel Korruption in der Politik, aber auch in den Gemeinden. Jade, von der das Land noch einige Ressourcen hätte, fliesst ebenfalls mehrheitlich durch korrupte Hände, sodass das Volk nichts vom Gewinn erhält. Die Armut sei hoch.

Über das ganze Land hinweg sei GEN-manipuliertes Saatgut gestreut. Peter versucht in seinem Projekt einen natürlichen Weg zu fördern u.a. mit Foodforest. Zudem gelingt es ihm immer wieder Buddhisten und Christen zusammenzubringen, die nach wie vor heftige Spannungen hätten.

Junge Lehrkräfte seien sehr interessiert am nachhaltigen Weg und besuchten des Öftern sein Projekt.

Von Russland erzählt Igor seine sehr persönliche Geschichte, die jedoch für viele zutreffen mag. Als er im Bauch seiner Mutter war, fand die Katastrophe von Tschernobyl statt. Niemand sprach darüber. Seine Mutter war sehr besorgt und traurig, während seinen jungen Jahren. Sie schien zu ahnen, was das Ganze für langfristige Auswirkungen hatte. Auch heutzutage gibt es Unfälle in Atomkraftwerken, aber es wird kaum informiert, sodass die Leute im ungewissen sind und auch nicht adäquat reagiert werden kann. Viele Menschen nehmen einfach zur Vorbeugung Medikamente gegen Radioaktivität. Die Vergangenheit wird nicht, wie z.B. in Deutschland, thematisiert und aufgearbeitet. Die Waldschule in der er arbeitet, sieht sich zudem konfrontiert mit der Zerstörung des Waldes in ihrer Gegend. Hinzu kommt die Situation in der Ukraine. Das Volk wird bewusst gespalten!

Kreis im Heilraum

Arbeitsgruppen

Nach einem Prozess zur Definition der zentralsten Themen, die zu bearbeiten vor lagen, wurden diese in jeweiligen Arbeitsgruppen angegangen:

Ecotourismus/Dreamworld/Indigenous Knowledge in Crisis, Young people in community/Transformation processes in elder communities/Extinction rebellion & communities for future/Permaculture in a larger picture/how to cooperate with the non-seen world and nature spirits/GEN-Africa new structure/GEN-forest group

Prozessbild

Begleitend während den Tagen unterstützte uns Kaa mit ihrem kunstvollen und aussagekräftigen Prozessbild. Sie schafft es immer wieder Punkte bildlich hervorzubringen, die wir sonst nicht erkennen würden und hilft auf diese Weise Prozesse voranzubringen! Danke Kaa 😊

Der Anlass war gut eingebettet in die Gegebenheiten vom Heilhaus. Während des Heilkreises am Samstag, 26.10.2019, ist Ousmane Pame verunfallt. Dies hat alle sehr bewegt und hatte zur Folge, dass letztendlich eine grosse Solidarität aufkam. Nebst dem, dass das Heilhaus bereit war, ihn in die Obhut zu nehmen und bei Spitalbesuchen und pflegend zu unterstützen, wurde unter der Green-Phoenix- und GEN-Gemeinschaft Geld gesammelt für die Spital-, Aufenthalts- und Reisekosten.

Die Operation verlief gut, sodass Ousmane Pame zeitnah in seine Heimat in Senegal zurückreisen konnte. Letztlich kam mehr Geld in kurzer Zeit zusammen als benötigt wurde, was sehr erfreulich war.

Dies zeigte ein neues Potential des GEN-Netzwerks für die Zukunft; klare Solidarität und spontane Unterstützungsaktionen innerhalb des GEN-Netzwerks.

Brigitta Spälti, Delegierte Vorstand GEN-Suisse, brigitta.spaelti@gen-suisse.ch

Internationale Klimakonferenz COP24 Katowice, 2.-14.12.2018

Internationale Klimakonferenz COP24 Katowice, 2.-14.12.2018

Eine unglaubliche Vielfalt an NGOs, die sich für einen positiven Klimawandel einsetzen, versammelt sich jedes Jahr am COP. Politische VertreterInnen aus jeder Region finden sich dort ein. Aus der Schweiz waren dieses Jahr u.a. Bundesrätin Doris Leuthard und Bundespräsident Alain Berset vertreten. Als positive Folge erhöht die Schweiz den Betrag für Klimaschutz um 120 Mio. Dollar! Zusätzlich sollen die Emissionen bis 2030 um 50 Prozent reduziert werden!


Ein weiteres Highlight am diesjährigen COP war die Präsenz von Bertrand Piccard – bekannt durch seinen Flug um die Welt mit dem Solarflugzeug – als Moderator bei den UN Climate Action Awards.


GEN war dieses Jahr sehr breit vertreten. Einerseits durch je einen Stand von GEN-Europa und GEN-International, andrerseits durch die Präsenz an diversen Side-Events. Das Interesse an GEN war erneut sehr gross und es wurden viele Dialoge geführt mit Politikern aus aller Welt für konkrete Kooperationen mit GEN. Auch diverse NGOs sind interessiert an einer Zusammenarbeit.


ECOLISE war ebenfalls mit einem Stand am COP24 vertreten und nahm an diversen Side-Events teil. Auch auf dieser Ebene fanden fruchtbare Kontakte und Gespräch u.a. mit EU-VertreterInnen statt.


Insgesamt ging es stark um die Forderung und Dringlichkeit der rascheren Umsetzung der SDGs sowie der Reduktion der Klimaerwärmung unter 2 Grad Celsius bis 2030. Hauptthemen waren auch Anpassung von Strukturen, Verhaltensweisen und Minderung des CO2 Ausstosses.
Es wurde betont, dass die ganzen Bemühungen zu gering sind und zu langsam. Forderungen für sofortiges Handeln und vermehrte Investitionen für eine positive Wende des Klimawandels wurden laut.


Der Klimamarsch durch Katowice war ein weiteres Zeichen zu vermehrter Aktion für unser Klima; jedoch wurden rund hundert Teilnehmende des Marsches von der grossen Anzahl Sicherheitskräften zurückgehalten!


Beeindruckt hat die 15jährige Schwedin Greta Thunberg mit ihren Statements und ihren Aktionen (Schulstreik freitags vor dem Parlament fürs Klima), welche bereits auch in der Schweiz nachgeahmt werden.


Indigene Völker konnten einen gewissen Erfolg erzielen, durch die Anerkennung ihrer Erfahrungen in Bezug auf den Klimawandel sowie deren Knowhow an Lösungsstrategien. Dafür wurde eine Plattform geschaffen zum Dialog zwischen Indigenen Völkern, lokalen Gemeinden und Regierung.


Weiterführende Links zu COP24:
https://www.nau.ch/politik/bundeshaus/schweiz-erhoht-beitrage-fur-klimaschutz-um-120-millionen-dollar-65461374
https://gen-europe.org/news-events/archive/latest-news/power-and-possibility-at-cop-24/index.htm
https://www.ecolise.eu/cop24-yields-a-mix-bag-of-results/
https://www.global2000.at/news/ergebnisse-der-cop24-es-geht-voran-aber-viel-zu-langsam
https://www.dw.com/de/15-j%C3%A4hrige-redet-klimapolitikern-ins-gewissen/a-46569114
https://unfccc.int/news/cop24-strengthens-climate-action-of-local-communities-and-indigenous-peoples
https://news.un.org/en/events/cop24

Brigitta Spälti, GEN-Suisse Vorstandspräsidentin, brigitta.spaelti@gen-suisse.ch

Gender equality

Gender equality

an asset for peace & security

4th Swiss National Action Plan on Women, Peace and Security

22. November 15:00 – 17:00 Uhr, Maison de la Paix, Genf

Empfang: u.a. Sara Koch (EDA) & Anna-Lena Kutscher (DACF)

Organisiert durch DCAF (a centre for security, development and the rule of low).Dadicating to making states and people safer trough more effective and accountable securtiy and justice

Sprechen werden

  • Ambassador Sabrina Dallafior(Permanent Representative of Switzerland to the Conference on Disarmement)
  • Claire HutchinsonNato Secretary General’s Special Representative for Women, Peace and Security
  • Thomas Gürber(Direktor of DCAF)
  • Bintou Founé Samaké(President of NGO WildAF Mali) 
  • Lieutenant-Colonel(GS) Richard Hauser, Head of Development and Doctrine, SWISSINT
  • Anthony KeediMasculinities Technical Advisor, ABA AD Lebanon
  • Bandona Rona(DEDAW Committee Member)

Ambassador Sabrina Dallafior(Permanent Representative of Switzerland to the Conference on Disarmement)

Sie sagt unter anderem „Es ist schon der vierte Plan, aber es ist noch nicht genug, es benötigt noch viel mehr Aktion.“

Claire HutchinsonNato Secretary General’s Special Representative for Women, Peace and Security (WPS)

Clare gratuliert uns zum bereits 4. Aktionsplan.

Frauen sind bereits auf der politischen Agenda, Frauen partizipieren und sind nicht mehr länger Opfer. Clare sagt „Gender equality und Peace“ seien miteinander verlinkt.

Sie erklärt uns wie wir die Stimme der Frauen in unserer globalen Gemeinschaft besser miteinbeziehen können.

Einer Absicht braucht eine Aktion zu folgen.

Und Aktion braucht mit entsprechene Finanzen.

Verbinde die Arbeit mit Frauen, Frieden und Sicherheit.

Sie glaubt, die Zeit ist reif für eine unglaubbaren Wandel in unserer Globalen Gemeinschaft.

Frauen sind wichtig, wenn es um die Zukunft geht.

Für diesen Dialog bietet die NATO ein zivilgesellschaftliche Plattform an.

Es geht nicht um die Frauen, die Stimme der Frauen miteinzubeziehen bringt einen Gewinn für uns alle!

Thomas Gürber(Direktor of DCAF)

Thomas Grüber ist abwesend, dafür übernimmt Daniel de Torres 

(Assistant Director, Head of the Gender and Security Division) die Moderation.

Bintou Founé Samaké(President of WildAF Mali)

Bintou spricht Französisch und zeigt einen Film Caux Forum, „Circle of Peace“. Mehr Infos zu ihr findest du hier: https://berkleycenter.georgetown.edu/people/bouare-bintou-foune-samake

Lieutenant-Colonel(GS) Richard Hauser, Head of Development and Doctrine, SWISSINT

Richard Hauser berichtet von Seiten der Schweizer Armee, wie sie sich engagieren bezüglich WPS.

Elizabeth Mesok Senior ResearcherKOFF/Swisspeace

Sie erzählt vom zivilgesellschaftlichen Monitoring und der Reflektion bezüglich der Relevanz von WPS.

Sie macht bewusst, dass die UNO Resolution 1325 oft als Anfang der Frauenbewegung gesehen wird, allerdings ist es gleichzeitig auch das Resultat von 100 Jahren erfolgreichem Frauen Aktivismus (Grassroot).

Anthony KeediMasculinities Technical Advisor, ABA AD Libanon

Frauen, Frieden und Sicherheit sei die Verantwortung von Mann und Frau.

Die heutige politische Definition von Frieden ist, wieviel Macht eine Nation hat, darum die konstante Aufrüstung. Es beginnt mit den Spielen der Jungs mit den Waffen, sie lernen die Familie zu beschützen. Er sagt Männer sind auch Opfer der Strukturen.

Bandona Rona(DEDAW Committee Member)

Die UN Resolution 1325 wurde in Nepal bis heute zu ein starken Hilfsmittel um die Frauenrechte in Nepal unglaublich voran zu bringen.

Nach Kriegende 2006 begannen die Frauen mit der Hilfe von 1325 den Frieden zu forcieren. 

Frauen wären gar nicht automatisch in den Friedensprozess integriert worden, wenn sie sich nicht selber geholfen hätten mit der Begründung der UNO Resolution.

In 72 Monaten hatten sie ganz viele Projektgruppen, die mithalfen den Friedensprozess aufzubauen. Die Frauen begannen mitzugestalten und zu beeinflussen, die Armestrukturen, Polizeistrukturen und mehr.

Es ist jetzt nicht alles super, doch konnten sie dank der UNO Resolution Bewusstsein schaffen und grosse Schritte machen. Im 2013 ist eine Plattform entstanden um die Resolution 1325 aktiv zu integrieren, verbunden mit der Zivilgesellschaft.

Fragen

Wie die Teufelskreise brechen, Frauen erwarten Männer sie zu beschützen und fördern so die gewaltvolle Entwicklung.

Anthony meint, dass sich beide gender Seiten dem System anklimatisiert haben mit den Rollen, dass die Männer mit Gewalt die Kinder und Frauen beschützen und die Frauen werden unterdrückt, sobald sie ihren eigenen Power benützen wollen, ein Teufelskreis.

Anthony empfiehlt erst mal mit „benennen“ zu beginnen und dadurch Bewusstsein zu schaffen.

Zur Frage bezüglich der strukurellen Gewalt von Organisationen im Sinne der Konzern-Verantwortungsinitiative erklärte Sara Koch vom EDA (Bund), dass diese Problematik im nächsten nationalen Aktionsplan berücksichtige werde im Jahre 2020.

Bericht René Hirsch, Global Ecovillage Network – Suisse

Exchange with Clare Hutchinson

Exchange with Clare Hutchinson

22. November 12:00 – 12:45 Uhr, Maison de la Paix – Genf

Empfang: Anna-Lena Kutscher (DACF)

NATO Secretary General’s Special Representative for Women, Peace and Security (WPS).

Der kleine Kreis von NGO VertreterInnen bekommt die Gelegenheit Clare Hutchinson persönlich kennenzulernen und offen Fragen zu stellen und zu diskutieren. Der Flug direkt von Brüssel hatte Verspätung. Darum kommt Clare etwas verspätet an.

Ich schätze Clare auf etwa Mitte Vierziger, sie trägt ihr Haar rot gefärbt und bringt sich von Anfang an offen, scharmant und humorvoll ein.

Zu Beginn erzählt sie etwas zu ihrer Person (Britisch, Canadien)

Während der 15 Jahren Friedensarbeit (Master International Relations) bei der UN war sie der UN genenüber kritisch. Nun arbeitet sie für die Nato und will sie von Innen ändern, was ihr einfacher scheint als von aussen. Sie möchte mit ihren hohen Prinzipien von Innen her wirken. Die Nato ist auch wie die UNO zu „Männer“ dominiert. Sie möchte Patirarchat verändern und die Frauenstimmen einbringen. Frauen müssen nicht schön sein, sondern ihre Stimmen sollen eingebracht werden. Clare möchte die Stimmen vom Ground her hören und diese einzubringen, sie möchte zudem die Diversität einbringen an Farben, Nationen, Angliegen und damit auch die Stimme der Frauen und der Zivilgesellschaft. Beziehungsweise NGO’s (Nichtregierungsorganisationen)

Die Nato besteht heute aus 29 Nationen und weiteren Staatspartnern wie beispielsweise die Schweiz. Einige Nationen unterstützen bereits ihr Genderanliegen. Allerdings sieht Clare noch viele Lobby- beziehungweise Aufbauarbeit. Es sei für sie nicht einfach ein JOB, sondern sie sei optimistisch und mache ihre Aufgabe mit grosser Liebe und persönlichem Engagement.

Frage von Madeleine Rees: Was könnten wir alle tun um dich Clare Hutchinson zu unterstützen? Wie wirst du dich einbringen? Was wird der Impact sein?

  • Bis heute hat sie keine Angestellten für diese wichtige Agenda. Sie kämpft aber darum und eine Stelle stehe bereits in Aussicht. Sie will jemand, die Gender Erfahrung mitbringt.
  • Sie brauche unbedingt Unterstützung von anderen Organisationen für die Gender Thematik. Im Sinne des Vergleichs, könne sie keine Äpfel kaufen, wenn der Kauf von Orangen vorgesehen wurde, sie brauche die Zielsetzung für die Gender Thematik auf die Agenda zu bringen.
  • Sie will eine Gender Analyse einbringen und wird es langsam herunterbrechen müssen. Dabei habe sie 8 Unterziele (Devisions).
  • Task Force: Normalerweise schickt die NATO Personen in eine Kriese ohne Entscheidungskraft. Das möchte sie ändern, Führerpersonen mit Entscheidungskraft sollen den Task Force übernehmen.
  • Die NATO benötigen unbedingt ein Training (Mentoring & Trainingprogramm 6 Month 1 Tag/Monat, Gender Kommunikation, Sexuelle, ….). Organisationen die etwas anbieten können, können sich bei ihr Melden
  • UN, EU, Nato (einzige Organisation ohne Policy) , January 13./14. London Meeting zu Gender (Sexual Violance, Frauen sollen sagen, warum diese Themen wichtig sind für die männlich orientierte Organisation)
  • Cyper Defence: SPS Sience for Peace Projekt – 90 tausend Dollar für Friedensstudien (Webseite 2x pro Jahr)
  • Get Money from Nato für Projekt, sind aber normalersweise an Softagenda, die Agendas wichtigen Agendas müssen Gendergerecht finanziell unterstützt werden
  • Die Nato hat diverse junge internationale Mitglieder wie Irak, Afganistan, etc.) Die Nationen müssen vorschlagen, dass Civil Organisationen teilnehmen an Meetings. In der Nato gibts 10 Woman Ambassadors.

Ein Vertrag mit Taliban wurde in letzter Minute durch ein Veto verunmöglicht. Die Nato ist mit allen Nationen im Kontakt. Bald wird Clare in Island etwas zu „War & Technologie“ sagen.

Frage wie sich die Kultur verändern soll

Laut Clare fehlen eindeutig Experten in der Genderagenda. Heute geben sogenannte Experten Beratung in den Entscheidungen, wo aber die Qualität fehlt! Darum möchte sie ein Mentoring & Training einführen. Ein Training allein verändert aber noch nichts. Sie möchte ein Training am Fokus und wie sie diesen Fokus auch in ihre Arbeitsstrukturen einbringen können.

Sie will die Menschen am EGO packen und ihnen aufzeigen wie sie selber gut dastehen, wenn sie das  Mandat zur Genderagenda aufnehmen. Wenn wir genügend Frauen in Organistionen haben, braucht es keine Gender Expertise mehr 🙂

Die Diskussion um Frauen beziehungsweise um die Zivilgesellschaft kann Veränderung bringen für uns alle. 

Priorität liegt für sie bei den Nationen, vermehrt Partnerschaften ausserhalb der Nato einzugehen wie zum Beispiel Georgien oder die Schweiz. 23 Nationen haben bereits Genderziele wie z.B. Ukraine, Columbia, Weniger priviligierte Regionen sind im Fokus

Frage zu Irak

Trainings im Militär zu Leadership. Wie sieht das in Irak aus?

Clare möchte unbedingt mit UN und EU zusammenarbeiten.

Es ist ganz neu da mit Frauen am runden Tisch zu sitzen bezüglich aktuellen Themen (Dialog on the Ground). Sie wird bald ein Treffen haben mit Experten der UN und EU.

Sie freut sich über Ideen von uns.

Frage von Anna Hess, Center for Security Studies, ETH

Frauen werden oft in die Struktur der Männer gedrängt. Wie kann diese Situation verändert werden?

Frauen soll frei sein und die Erlaubnis dazu haben, frei zu sein, in allem was sie machen möchten. Übrigens sei eine der ersten lebenden Bomben eine Frau gewesen.

Frauen sollen auch in die Armee um z.B. an Checkpoints, damit Gendergerecht Frauen durchsucht werden können usw.

Fragen von René Hirschi, Global Ecovillage Network – Suisse

Die fünf Nationen USA, China, Russland, Frankreich und England bilden den permanenten Sicherheitsrat (UNSC) zusammen mit sechs anderen wechselnden Nationen der insgesamt 193 UNO Mitgliedern. Die Tatsache, dass die permanenten Mitglieder zu jedem UN Beschluss ein Veto einlegen können untergräbt die Friedensbemühungen der UNO.

Die Frage lautet ob Clare sich vorstellen kann, dass diese Situation sich ändern wird, was sie verneint.

Die NATO begann 1949 als einen Angriffspakt mit 10 Nationen. Heute sind es 29 Nationen mit ähnlichen Werten. Hinzugekommen ist heute die Absicht die Demokratie weiter aufzubauen und für eine freie Marktwirtschaft zu sorgen. Neben der USA und Kanada sind die Mitglieder ausschliesslich europäische Nationen.

Die UNO scheint der Macht der NATO zu unterliegen respektive den permanenten Mitgliedern des Sicherheitsrates. Als Beispiel begann die USA verschiedene Kriege nach 9/11 ohne die Erlaubnis der UNO. Es ist niemand da, welche die USA zur Rechenschaft zieht. Zu gross sind wohl die Konsequenzen. Die USA ist eines der mächtigsten Mitglieder der NATO.

Zur Frage ob sie eine Chance sieht, dass die NATO die Macht der UNO abgibt, damit dies voll in ihre Funktion gehen kann, verneint sie auch. Sie meint, dass die mächtigen Nationen wohl nicht freiwillig ihre Macht abgeben wollen.

Meine letzte Fage ist, wie sieht die Vision der Frauen aus. Wie die der Männer aussieht kennen wir ja bis heute, wie sieht die Welt aus, wenn die Frauen an der Macht sind.

Clare bringt ein, dass Frauen nicht nur friedlich sind. Als Beispiel nennt sie die Primeministerin von England Margaret Hilda Thatcher, the Iron Lady. Es brauche klar beide Geschlechter.

Bericht René Hirsch, Global Ecovillage Network – Suisse

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