Sommercamp August 2018

Sommercamp August 2018

Bereits zum zweiten Mal fand das jährliche GEN-Suisse Sommercamp auf dem Hof der Yamagishi Gemeinschaft statt. Unter freiem Himmel und dem schützenden Dach der grossen Scheune entstand für eine Woche ein Zeltdorf voller Wandelpioniere, Lebenskünstlerinnen und Gemeinschaftsinteressierten verschiedenster Herkunft und Generationen.

Ziel des Treffens war, sich gegenseitig zu inspirieren und spannende Projekte kennenzulernen, brennende Fragen der Gemeinschaftsszene weiterzubewegen und eine gute, nährende Sommerzeit zusammen zu verbringen. 

Tagsüber gab es immer wieder Zeit für OpenSpace, den die Teilnehmenden mit einem reichen Angebot von Workshops und Themenkreisen füllten.

Abends nutzten wir Forum als gemeinschaftsbildendes Werkzeug und es entstand jeweils ein besonderer Raum des gegenseitigen Zeigens und Sehens. Es war sehr eindrücklich, wie tief die Gruppe bereits nach kurzer Zeit gehen konnte, obwohl auch immer wieder neue Menschen dazukamen oder abreisten und es insgesamt eine bunt gemischte Truppe war.

Als zusätzliches Gefäss zum Austauschen bildeten sich «Homegroups», Gruppen von 5–6 Menschen, in denen jede/r über die Woche im kleineren Kreis darüber sprechen konnte, was ihn/sie gerade beschäftigte.

Sehr schön waren jeweils die Projektpräsentationen, die einen Eindruck der Schweizer Ökodorf-Landschaft vermittelten. Dabei kamen die etablierten Gemeinschaften und Projekte zu Wort, gaben Einblick, in was bei ihnen derzeit läuft und erzählten auch transparent von den Herausforderungen und schmerzhaften Momenten, die das Leben in Gemeinschaft mit sich bringen kann. Gleichzeitig stellten sich auch entstehende und sehr junge Gemeinschaften vor, erzählten von ihrer Vision, stellten Fragen und erhielten bekräftigendes Feedback durch das Netzwerk.

Dieses Jahr war zum ersten Mal das Netzwerk Holon am GEN-Suisse Sommercamp mit dabei. Die Gruppe bereicherte das Camp mit seinem Erfahrungsschatz und liess sich umgekehrt von der Arbeit von GEN inspirieren.

Einen besonderen Programmpunkt bildete die Einführung in die Aktionskampagne für die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals oder SDGs). Die SDGs sind eine Sonderinitiative des UN-Generalsekretärs und werden vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen verwaltet. Die siebzehn gesetzten Ziele beinhalten unter anderem die Aufhebung der Armut, nachhaltige Städte und Gemeinden, Klimaschutz, bezahlbare und saubere Energie oder der Schutz von Leben an Land und im Wasser. Damit decken sie sich mit vielen Kernanliegen von GEN und eine Zusammenarbeit wird deshalb in Zukunft stark angestrebt. 

Nachdenklich gestimmt hat auch der Input über den ökologischen Fussabdruck, der bei uns allen über dem Mass liegt, das unser Planet tragen kann. Am Beispiel der Schweibenalp wurde gezeigt welche Lebensentscheidungen zu einer Verkleinerung der Belastung führen und inwiefern Gemeinschaften hier ein Zukunftsmodell für die Schweiz sein können.

In der Woche wurden wir von innen und aussen mit Geschenken überrascht, zum Beispiel durch das warme Sommergewitter am ersten Abend, das nach der langen Trockenheit Boden und Gemüter erleichterte oder durch die spontan entstandenen Theatershows, die Kinder und Erwachsene entzückten.

Kulinarisch verwöhnten die Küchenmeister/innen der Next-GEN Community Trogen erneut die Besucher des Sommercamps mit herrlichem vegetarischem Essen.

von Selina Fehr, Mitglied Next-GEN-Beirat

Insgesamt war es eine sehr gelungene Woche, in der Freundschaften und Kooperationen entstehen durften, gesungen, gelacht und ausgetauscht wurde. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

National Network Meeting Europe, Amalurra, 19.-21.1.2018

National Network Meeting Europe, Amalurra, 19.-21.1.2018

Dieses Jahr fand das NN-Treffen in Nordspanien in Amalurra, Bilbao statt. Es nahmen zwölf Nationale Netzwerke teil sowie das GEN-Europe Office und der GEN-Europe Vorstand.

Als erstes wurden die einzelnen Netzwerke anhand von spezifischen Fragen vorgestellt und Fragen der TeilnehmerInnen beantwortet.

Ave von Estonia präsentierte den aktuellen Stand der Vorbereitungen betreffend GEN-Conference ‘Wisdom of conscious communities’ sowie des 100 Jahre Jubiläums. Sie betonte, dass es wichtig sei, möglichst früh zu buchen, da zu diesem Zeitpunkt viele Leute für die 100 Jahr Feier nach Estonia reisen werden. Zudem gebe es für die Conference einen Frühbucherrabatt.

Vom 5.-7. Juli findet ein Seminar von Albert Bates und Bernd Neugebauer in Permakultur statt. Vom 8.-9. Juli findet die Generalversammlung statt und vom 11.-14. Juli die offizielle GEN-Conference. Am 10. Juli gibt es einen speziellen Tag zum 100 Jahre-Jubiläum der Unabhängigkeit von Estonia/Estland. Am 15. Und 16. Juli können Ökodörfer besucht werden und vom 16.-17. Juli gibt es ein Seminar mit dem Gründer von Lilleoru Ingvar Villido.

Thomas Meier von Schloss Tonndorf erwähnt eine Segeltour, welche auf Juli 2018 geplant ist in der Baltischen See mit Schlussdestination ‘GEN-Conference in Lilleoru’. Mit dieser Segeltour soll auf die Umweltfragen in Bezug auf das Meer aufmerksam gemacht werden.

GEN-Europe, mit jetzt rund 110 Mitgliedern, möchte sich mehr mit der Basis verbinden und auf Bedürfnisse der Mitglieder eingehen können, Projekte mitunterstützen und vorhandene Infos in mehrere Sprachen des europäischen Raums übersetzen. Positiv ist u.a., dass es mehr Unterstützung im Sekretariat gibt u.a. durch Francesca Whitlock, die neu dabei ist. GEN-Europe ist u.a. aktiv mit Horizon 2020, EVS und COP (UNFCCC).

GEN-Europe hat verschiedenste Arbeitsgruppen, bei denen z.T. auch noch weitere Mitwirkende gesucht werden, die entsprechendes Fachwissen mitbringen: Fundraising (zuständig Genny), Kommunikation (zust. Fran), IT (zust. Angel) und Eventmanagement (zust. Ricardo).

GEN-International gab ebenfalls einen kurzen Input und leitete einige Aufgaben an die NN-Gruppe weiter, für welche GEN-International die Kapazität nicht dafür hat. GEN-International ist daran den Begriff Eco-village mit dem Begriff Eco-community zu erweitern und für beides eine adäquate Definition zu finden. – Ausschlaggebend ist u.a., dass die Definition der UN für ein Dorf erst ab 80 Personen gilt.

Es wurden in der NN-Gruppe rund 35 Themen vorgestellt, die besprochen resp. bearbeitet werden wollten. Somit wurde versuch möglichst effizient verschiedene Aspekte zusammenzunehmen und so die wichtigsten Schwerpunkte bearbeitet.

In einem Punkt ging es um die SDG’s (Sustainable development goals) der Paris-Agreements von COP21. GEN arbeitet im internationalen Bereich intensiver mit diesen SDG’s. Ökodörfer und Gemeinschaften setzen bereits einige dieser Inhalte um. Dies kann für Gespräch und Kooperationen mit Politikern und Gemeinderäten sehr interessant sein. GEN könnte anbieten, die Politiker zu unterstützen in deren Aufgabe die SDG’s bis 2030 umzusetzen!

Weiter wurde in einer NN-Gruppe besprochen, wie das NN-Netzwerk den einzelnen nationalen Netzwerken von GEN-Europe noch mehr dienen könnte. Daraus resultierten Vorschläge wie ‘Guidelines’ für gesunde Netzwerke, Beratungen für bestehende und neu entstehende Netzwerke sowie eine Gruppe die sich dem Thema Fundings/Fundraising annimmt.

Ein weiterer Kreis beschäftigte sich mit dem Thema ‘Ecopreneurship’ Ökounternehmungen in Gemeinschaften und Ökodörfern. Camilla Nielsen-Englyst aus Dänemark hat diesbezüglich sehr viel Erfahrung und Knowhow!

Nebst all dem wurden unzählige Projekte (Eco-Gamer, Clips, Youth-Exchange etc.) und Aktivitäten vorgestellt. Soviel tolle Arbeit die umgesetzt wird für einen positiven Wandel auf unserer Erde!

GEN-Suisse, Brigitta Spälti, Vorstandspräsidentin, brigitta.spaelti@gen-suisse.ch

Weltklimakonferenz COP23

Weltklimakonferenz COP23

November 2017 in Bonn

Die diesjährige Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) wurde unter dem Dach der Fidschi-Inseln durchgeführt. In Kollaboration mit Deutschland fand COP23 im Kongresszentrum mit der ‘Bula-Zone’ und im speziell aufgebauten Areal der ‘Bonn-Zone’ in der Stadt Bonn statt. Rund 22’000 BesucherInnen fanden sich innerhalb der zwei Wochen vom 6. – 17. November 2017 ein.

Nebst festlichen Teilen wie traditionelle Tänze und Musik aus Fidschi, gaben die vielfältigen Vorträge Einblick in die enormen Bewegungen hin zu einem positiven Klimawandel!


Traditioneller Tanz von Fidschianern am ersten Abend des COP23

Auf der anderen Seite berichteten indigene Völker direkt wie sie im Amazonas- oder anderen Gebieten beeinflusst, ausgebeutet, bedroht werden; wie ihre Wälder, ihr Land zerstört wird. Wie die Gewässer vergiftet werden, sodass sie nicht mehr daraus trinken können und wie die Luft verschmutzt wird, sodass Kleinkinder schon unter Asthma und anderen Krankheiten leiden.

Weiter gab es eine enorme Vielfalt an Präsentationen und Beiträgen diverser NGO’s, die für einen positiven Klimawandel arbeiten.


Junge Frauen aus Afrika lancieren grosse Projekte unter dem Dach des WWF

Aus dem Next-GEN-Afrika Netzwerk wurde Sonita Mbah aus Kamerun mit dem Award für ‘Gender Just Climate Solutions 2017’ ausgezeichnet für ihren enormen Elan und die tolle Arbeit, die sie umsetzt. Leider konnte sie jedoch aus Visagründen nicht anwesend sein.

GEN-International und GEN-Europe stellten einen Stand und waren laufend präsent für die vielen interessierten BesucherInnen aus aller Welt. Es konnten enorm viele Kontakte geknüpft werden und Kooperationen in allen Kontinenten mit anderen Organisationen oder Politikern gefördert werden. Das Interesse an GEN und an einer Vernetzung oder Zusammenarbeit mit GEN war sehr gross.

GEN-Suisse war in der ersten Woche durch Brigitta Spälti dort vertreten und konnte direkt für die Schweizer Ökodörfer und Gemeinschaften sprechen sowie für das europäische Netzwerk.


Stand von GEN-International und GEN-Europe am COP23 in Bonn (v.l. n.r.)

Brigitta Spälti, GEN-Suisse; Stella Veciana, GEN-Research; Nonty Charity Sedibe-Sabic, GEN-EU

Am 6. November fand eine Präsentation statt an der GEN-International, GEN-Europe, GENOA (Asien) und GEN-Afrika vorgestellt wurden. – Innerhalb der insgesamt zwei Wochen fanden etliche weitere Präsentationen, Interviews und Vernetzungsgespräche statt.

ECOLISE, das Europäische Netzwerk von Bewegungen wie Permakultur, Transition, GEN, war ebenfalls vor Ort und sehr aktiv, während des Anlasses, auf politischer Ebene.

Insgesamt für GEN ein sehr wertvoller und reichhaltiger Anlass und auch im grösseren scheint es, dass doch einige positive Ergebnisse aus der Weltklimakonferenz resultierten.

Brigitta Spälti, GEN-Suisse Vorstandspräsidentin, 9.12.2017

Weitere Infos zu COP23:

https://cop23.com.fj/news/
https://cop23.unfccc.int/
https://ecovillage.org/reflections-from-cop23/
https://ecovillage.org/resources/climate-solutions/

Erste positive Resultate der Klimakonferenz 2017:

Wichtige Ergebnisse der Weltklimakonferenz in Bonn

Die Weltklimakonferenz in Bonn hat einige Schritte zur Umsetzung des Klimaabkommens von Paris gemacht. Neben den direkten Verhandlungen wurden auch freiwillige Aktionen auf den Weg gebracht.

REGELBUCH zum Klimaabkommen von Paris: Die Konferenz hat Vorschläge der Länder darüber festgehalten, wie man etwa die Reduktion von Treibhausgasen messen und vergleichbar machen kann. Heraus kam eine Sammlung von Mega-Papieren. Daraus soll im kommenden Jahr ein praktikables Regelbuch zum Klimaabkommen von Paris entstehen, damit die Anstrengungen aller Länder mit einheitlichem Massstab gemessen werden können. Allein der Textentwurf zur Reduktion der Treibhausgase umfasst jedoch 180 Seiten. Das Regelbuch soll bei der kommenden Klimakonferenz im polnischen Kattowitz verabschiedet werden.

VERLUSTE UND SCHÄDEN: Insbesondere die Entwicklungsländer forderten, dass die Schäden durch den Klimawandel anerkannt werden und das Thema auf einer höheren Verhandlungsebene angesiedelt wird als bislang. In Bonn wurde jedoch nur ein weiterer Arbeitsplan für diesen sogenannten Warschau Mechanismus auf den Weg gebracht. Bei einer Zwischenverhandlung im Mai 2018 soll es einen «Expertendialog» geben. Bislang gibt es im Rahmen des Paris Abkommens zwar Finanzinstrumente für Anpassung und Klimaschutz in ärmeren Ländern, nicht aber Zahlungsverpflichtungen für die Schäden durch den Klimawandel oder den Verlust der Heimat.

FINANZEN: Für das Fortbestehen des Fonds zur Anpassung der ärmeren Staaten an den Klimawandel wurden in Bonn wichtige Grundlagen gelegt. Er war zuvor im Kyoto-Protokoll verankert. In Bonn wurden nun erste Schritte beschlossen, ihn in das Pariser Klimaabkommen zu übernehmen.

TALANOA-DIALOG: In Bonn wurde ein neues Forum gestartet, um die Klimaschutzziele der Länder zu erhöhen. Das Wort Talanoa stammt aus Fidschi und ist eine Versammlung, bei der jeder gehört wird, um zu einem guten Ergebnis zu kommen. Die Präsidentschaft teilen sich der Inselstaat Fidschi und das Kohleland Polen.

VERPFLICHTUNGEN BIS 2020: Das Klimaprotokoll von Paris gilt erst ab 2020. Doch die Zeit drängt. Daher sollen die Industrieländer nun bereits bei den Folgekonferenzen 2018 und 2019 belegen, wie weit sie bei der Erfüllung ihrer Klimaschutzaktivitäten und Finanzzusagen gekommen sind. Das gilt insbesondere für das Versprechen, die Klimahilfen bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden Dollar (rund 85 Mrd Euro) zu erhöhen.

FRAUENFÖRDERUNG: Die Rolle der Frauen soll beim Klimaschutz stärker berücksichtigt werden. Der Gender-Aktionsplan sieht etwa vor, dass im Klimasekretariat, in Delegationen und bei Klima-Projekten mehr Frauen mitarbeiten sollen oder auch geschult werden.

INDIGENE VÖLKER: Sie sollen künftig stärker in die Verhandlungen mit einbezogen werden. Dieser Punkt sei gar nicht so einfach gewesen, weil der Prozess nur auf Staaten ausgelegt sei, sagte der Abteilungsleiter Klima im Bundesumweltministerium, Karsten Sach.

FREIWILLIGE Aktionen neben den Verhandlungen:

KLIMARISIKOVERSICHERUNG: Am Rand der Konferenz startete ein breites Bündnis für eine Art Versicherung gegen Klimaschäden. Die globale Partnerschaft unter anderem aus der Weltbank, Deutschland und besonders vom Klimawandel betroffenen Staaten soll ärmeren Menschen bei Unwetterkatastrophen schnell helfen. Damit sollen bis 2020 zusätzlich 400 Millionen Menschen gegen Klimarisiken versichert werden. Die Versicherung baut auf der 2015 beim G7-Gipfel gegründeten «InsuResilience Initiative» auf. Deutschland sagte rund 110 Millionen Euro zu. Zuvor umfasste die Initiative schon 550 Millionen Dollar (467 Mio Euro).

Es handelt sich im Wesentlichen eine staatliche Versicherung, in die ärmere Länder selbst etwas einzahlen, die aber von den reichen Ländern ebenfalls Geld erhält. Es wurden auch Versicherungslösungen auf dem Weg gebracht, in denen sich einzelne Menschen versichern können. Die Einzahlung wird etwas billiger, weil reiche Staaten sie subventionieren.

PAKT ZUM KOHLEAUSSTIEG: 23 Länder und Provinzen schlossen sich zu einer internationalen Allianz für den Kohleausstieg zusammen. Die Regierungen legen sich in ihrer Erklärung auf eine Abkehr von der traditionellen Kohle-Energie fest. Einzeln hatten sie das zum Teil in der Vergangenheit schon angekündigt. Die britische Regierung erklärte etwa, bis 2025 alle Kohlekraftwerke abschalten zu wollen. Der «Powering Past Coal Alliance» gehört auch Frankreich an, das ohnehin nur sehr wenig Kohlestrom nutzt. Zudem gab es eine Initiative aus mehreren Staaten zur Förderung von Biotreibstoffen.

KOMMUNALE REGIERUNGEN FÜR NACHHALTIGKEIT: Diese Initiative veranstaltete in Bonn einen grosses Treffen. Dort machten Städte und Regionen aus aller Welt deutlich, dass sie sich als Treiber des Klimaschutzes verstehen, während nationale Regierungen in ihren Augen häufig hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Artikel aus den Bluewin-News im November 2017

GEN@UN 2017

GEN@UN 2017

Ecovillage Solutions for the SDGs, Climate and Sustaonable Development – Geneva, Palais des Nations

This speakers shared how to bring community-led change to scale to regenrate social and natural environments. The event presented the social, cultural, ecological and economic dimension of sustainability within ecovillage settings. The panel discussed how the SDGs can be applied in communities.

KOSHA JOUBERT – Executive Director, Global Ecovillage Network on “The Global Ecovillage Development Programme – Bringing Community-Led Change to Scale”

ROBERT HALL – Global Ecovillage Network Europe and European Network of Community-led Initiatives on „The Imperative of European climate leadership: Ecovillages as European best practice”

VITA DE WAALCo-Founder and Executive Director, Foundation for GAIA, NGO Alliance on Global Concerns and the NGO Forum on the Environment on “The SDGs in the Context of Communities”

MUTUA KOBIAResearcher at the Geneva International Centre for Justice, Director OikoDiplomatique, Co-founder The Peace Experience, Main UN Representative Mother’s Legacy Project on „Acknowledging gender equality and equity in community-led solution“

MACACO TAMERICEMember, Damanhur Federation of Communities (Italy), President, Association Damanhur Education APS on “Human Wellbeing and Happiness in Community”

MODERATINGVITA DE WAAL

René Hirschi war mit dabei.

Green Phoenix 2017

Green Phoenix 2017

Green Phoenix 18 . – 22. Oktober 2017 auf der Schweibenalp. Zum dritten Mal fand das Green Phoenix in dieser Form statt , als ‘ Community of Communities ’ die ihre gemeinschaftliche Verbindung jedes Jahr ein Stück mehr vertieft .


 

Dieses Jahr ging es erstmal um Herz, Vertrauen und Verbindung.

Mit unterschiedlichen Fragen zur eigenen Gemeinschaft oder dem Netzwerk und der gegenseitigen Rolle sowie in Verbindu ng zur Aussenwelt gingen wir in die Tiefe und teilten diese Bilder, Gefühle und Gedanken dazu. Als Punkte die es noch oder nach wie vor braucht , wurden u.a. folgende genannt : Sc hattenarbeit nicht nur für uns E inzelne, sondern für die Gemeinschaft als gesamten Organismu s ; Fee d back aus dem Herzen und als Unterstützung ; eine Basis kreieren, wo Menschen sich wirklich zu Hause fühlen ; in unser wahres SEIN kommen.

Wie gelangen wir in die uns verbindende Kraft als Gemei n schaft und als Netzwerk und was hindert uns daran ? Dazu kamen beispielsweise folgende Inspirationen: Wenn alles und alle am rich tigen Platz sind, ihr Potenti al einsetzen können und wir uns auf der Herzensebene begegnen , kommt eine grosse Kraft zusammen. – Jede Gemeinschaft und jedes Netzwerk muss etwas geben oder vielleicht auch opfern, damit wir in die tiefere Verbindung des gesamten GEN – Netzwerks gelangen und mit dieser vereinten Kraft und für die grössere gemeinsame Vision vorwärts gehen können. – Es wurden auch die ‘ Steine im Weg ’ betrachtet und diverse Methoden und Formen zusammengetragen mit denen dies e S teine abgebaut werden können.

Nebst a ktuelle n Inputs von GEN – Europe und GEN – International , dem ‘ Twin ship Damanhur mit Senegal ’ sowie dem Projekt ‘ Farja ’ in Palestinien , spielten wir mit den w underschönen GEN – Karten, die für verschiedenste Anlässe unterstützend sein können und bereits waren . Zudem wurde an diversen Themen gearbeitet wie ‘ Alt werden i n Gemeinschaft ’ , ‘ Bildung für Junge in Gemeinschaft ’ , ‘ Bedürfnisse von Gemeinschaften an GEN und umgekehrt ’ .
Ein wichtiger Punkt war auch, dass di e Nachfrage von jungen Menschen in Gemeinschaften und im GEN – Netzwerk mitzuwirken seh r gross ist, jedoch die Einsatzmöglichkeiten bisher sehr beschränkt sind. Es braucht mehr Gefässe, um diese Nachfrage aufzufangen. Auch Jungfamilien und ältere Menschen suchen immer öfter den Weg ins gemeinschaftliche Leben. Zudem gibt es immer mehr Menschen, die ebenfalls mitwirken oder unter stützen möchten, ohne jedoch ein e Gemeinschaft zu gehen. D a s heisst es braucht Einsatzmöglichkeiten für all diese Menschen.

Auf schamanische Art und Weise reisten wir in die Zukunft. Wie sieht die Welt 2050 aus? Es zeigte sich ein Bild der kompletten Einfachheit und Naturnähe , der Verbundenheit und Mensche n mit hohem Bewusstsein – ein sehr friedvolles Visionsbild , welches uns mit viel Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft erfüllt e .

Das Green Phoenix wird in dieser Form , als ‘ Think tank ’ von GEN nochmals drei Jahre w eitergeführt, ergänzt mit einzelne n Personen a us dem Internationalen Netzwerk , sodass jeder Kontinent vertreten ist. Das nährende Nest des ‘ Green Phoenix ’ – Vogels ist und bleibt die Schweibenalp.

GEN – Suisse, Brigitta Spälti, Vorstandspräsidentin 31.10 .2017

Summer Camp im Jurtendorf 2017

Summer Camp im Jurtendorf 2017

Schon wieder ist es Vergangenheit unser Summercamp 2017. Mit durchschnittlich 45 Menschen haben wir 3 wunderschöne, innige, herzwarme Sommertage erlebt und das an einem sehr interessanten Platz. Die Infrastruktur des Jurtendorfes in Lutheren Bad war praktisch und es hat an nichts gefehlt. Die Next GEN- Kochgruppe hat uns mit feinstem Essen verwöhnt und so konnten wir uns alle auf die spannenden oder berührenden Angebote einlassen, austauschen, voneinander und miteinander lernen, singen, denken, zuhören – lachen, staunen und auch Stille zulassen. Stille zwischen den Zeilen, zwischen den Menschen, in der intakten Natur der Umgebung.

Die Angebote des Camps, Mit Gemeinschaft, Forum, Sharing, Open Space, Vorstellen von Projekten, singen, gemeinsam Essen und Arbeiten laden jede und jeden ein, sich mitzuteilen, einzubringen, zu zeigen, etwas zu verschenken, ….ein Geben und Bekommen auf geistiger, emotionaler und körperlicher Ebene um so hoffentlich beschenkt und bereichert wieder in den Alltag zurück zu finden. Diese Plattform von GEN-Suisse, auf welcher man Unterstützung und Kraft schöpfen kann, um neue Gemeinschaften und Wandelprojekte auszudenken, zu visionieren, erste Schritte auf ein ausgemaltes Ziel hin zu wagen oder zu entwerfen, sich zu verbinden und zu vernetzen, miteinander zu feiern möge weiter jedes Jahr vielen Menschen dienen.

Christine Morgenthaler