SummerCamp Konferenz 2019

SummerCamp Konferenz 2019

Gemeinschaftsprojekte als gelebte Antwort auf die globalen Herausforderungen. Überall in der Schweiz gibt es Menschen, die sich täglich für einen positiven Wandel einsetzen. Es existieren unzählige Grassroot-Projekte. Diese ladet GEN-Suisse ein, sich am Summer Camp zu präsentieren.

Vom 31.Juli 16:00 Uhr – 4. August 14:00 Uhr leben verschiedene Gemeinschaften, Wandel-Projekte und alle Interessierten zusammen im Herzfeld Sennrüti und haben je nach Bedarf Zeit, sich auszutauschen, zu kochen, ums Feuer zu sitzen, zu musizieren, an Workshops teilzunehmen sowie spannende Vorträge zu geniessen.

Zusammen finden wir neue Wege für das Wohl dieses Planeten und der ganzen Menschheit. Nach diesen richten wir uns aus. In entspannter Atmospähre und mit feinem biologischem Essen machen wir uns neugierig und spielerisch auf den Weg.

Das Programm beinhaltet genügend Zeit im OpenSpace Format mit täglichen Inspirationsvortrag und einem allabendlichen Forum. Abgerundet mit Tanz, Impro-Theater, Open-Mic, VillageNews und Sinnieren am Feuer.

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Hier gehts zur Anmeldung: https://doodle.com/poll/qtkbfnzbasd3tfie

Die Location Herzfeld Sennrüti liegt in der Ostschweiz am Rande des Toggenburg’s unweit von St. Gallen. www.sennrueti.ch

Konferenzgebühr
Einmalige Konferenzgebühr Fr. 50.- unabhängig von der Aufenthaltsdauer.

Essen
Biologisches Essen pro Tag Fr. 35.-. Kinder die Hälfte. 

Auto
Guter ÖV Anschluss vorhanden, bitte ohne Auto kommen.  

Übernachtung
Die Übernachtung im Grosszelt/Massenlager mit Mätteli und Schlafsack Fr. 10.-, Mehrbettzimmer 25.-, im Doppelzimmer 40.- und im Einzelzimmer Fr. 50.-. Zeltplatz gibt es dieses Jahr nicht.

Falls du nicht im Grosszelt/Massenlager übernachten willst, kannst du ein Bett oder Zimmer buchen auf bnb@oekodorf.ch

BITTE MITBRINGEN
Für Grosszelt/Massenlager Schlafmatte & Schlafsack
Vision, Projektidee, Musikinstrument, …
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Mit Freude begrüssen wir erneut Holon, das Netzwerk für Integrale Entwicklung, die die SummerCamp Konferenz mit einem Workshop und ihrer Präsenz bereichern werden.

Wir freuen uns auf zahlreiches Erscheinen, Beiträge und viel Magie!

Mit vorfreudigen Grüssen des ganzen Koordinationsteams des GEN-Suisse Netzwerks.

Gender equality

Gender equality

an asset for peace & security

4th Swiss National Action Plan on Women, Peace and Security

22. November 15:00 – 17:00 Uhr, Maison de la Paix, Genf

Empfang: u.a. Sara Koch (EDA) & Anna-Lena Kutscher (DACF)

Organisiert durch DCAF (a centre for security, development and the rule of low).Dadicating to making states and people safer trough more effective and accountable securtiy and justice

Sprechen werden

  • Ambassador Sabrina Dallafior(Permanent Representative of Switzerland to the Conference on Disarmement)
  • Claire HutchinsonNato Secretary General’s Special Representative for Women, Peace and Security
  • Thomas Gürber(Direktor of DCAF)
  • Bintou Founé Samaké(President of NGO WildAF Mali) 
  • Lieutenant-Colonel(GS) Richard Hauser, Head of Development and Doctrine, SWISSINT
  • Anthony KeediMasculinities Technical Advisor, ABA AD Lebanon
  • Bandona Rona(DEDAW Committee Member)

Ambassador Sabrina Dallafior(Permanent Representative of Switzerland to the Conference on Disarmement)

Sie sagt unter anderem „Es ist schon der vierte Plan, aber es ist noch nicht genug, es benötigt noch viel mehr Aktion.“

Claire HutchinsonNato Secretary General’s Special Representative for Women, Peace and Security (WPS)

Clare gratuliert uns zum bereits 4. Aktionsplan.

Frauen sind bereits auf der politischen Agenda, Frauen partizipieren und sind nicht mehr länger Opfer. Clare sagt „Gender equality und Peace“ seien miteinander verlinkt.

Sie erklärt uns wie wir die Stimme der Frauen in unserer globalen Gemeinschaft besser miteinbeziehen können.

Einer Absicht braucht eine Aktion zu folgen.

Und Aktion braucht mit entsprechene Finanzen.

Verbinde die Arbeit mit Frauen, Frieden und Sicherheit.

Sie glaubt, die Zeit ist reif für eine unglaubbaren Wandel in unserer Globalen Gemeinschaft.

Frauen sind wichtig, wenn es um die Zukunft geht.

Für diesen Dialog bietet die NATO ein zivilgesellschaftliche Plattform an.

Es geht nicht um die Frauen, die Stimme der Frauen miteinzubeziehen bringt einen Gewinn für uns alle!

Thomas Gürber(Direktor of DCAF)

Thomas Grüber ist abwesend, dafür übernimmt Daniel de Torres 

(Assistant Director, Head of the Gender and Security Division) die Moderation.

Bintou Founé Samaké(President of WildAF Mali)

Bintou spricht Französisch und zeigt einen Film Caux Forum, „Circle of Peace“. Mehr Infos zu ihr findest du hier: https://berkleycenter.georgetown.edu/people/bouare-bintou-foune-samake

Lieutenant-Colonel(GS) Richard Hauser, Head of Development and Doctrine, SWISSINT

Richard Hauser berichtet von Seiten der Schweizer Armee, wie sie sich engagieren bezüglich WPS.

Elizabeth Mesok Senior ResearcherKOFF/Swisspeace

Sie erzählt vom zivilgesellschaftlichen Monitoring und der Reflektion bezüglich der Relevanz von WPS.

Sie macht bewusst, dass die UNO Resolution 1325 oft als Anfang der Frauenbewegung gesehen wird, allerdings ist es gleichzeitig auch das Resultat von 100 Jahren erfolgreichem Frauen Aktivismus (Grassroot).

Anthony KeediMasculinities Technical Advisor, ABA AD Libanon

Frauen, Frieden und Sicherheit sei die Verantwortung von Mann und Frau.

Die heutige politische Definition von Frieden ist, wieviel Macht eine Nation hat, darum die konstante Aufrüstung. Es beginnt mit den Spielen der Jungs mit den Waffen, sie lernen die Familie zu beschützen. Er sagt Männer sind auch Opfer der Strukturen.

Bandona Rona(DEDAW Committee Member)

Die UN Resolution 1325 wurde in Nepal bis heute zu ein starken Hilfsmittel um die Frauenrechte in Nepal unglaublich voran zu bringen.

Nach Kriegende 2006 begannen die Frauen mit der Hilfe von 1325 den Frieden zu forcieren. 

Frauen wären gar nicht automatisch in den Friedensprozess integriert worden, wenn sie sich nicht selber geholfen hätten mit der Begründung der UNO Resolution.

In 72 Monaten hatten sie ganz viele Projektgruppen, die mithalfen den Friedensprozess aufzubauen. Die Frauen begannen mitzugestalten und zu beeinflussen, die Armestrukturen, Polizeistrukturen und mehr.

Es ist jetzt nicht alles super, doch konnten sie dank der UNO Resolution Bewusstsein schaffen und grosse Schritte machen. Im 2013 ist eine Plattform entstanden um die Resolution 1325 aktiv zu integrieren, verbunden mit der Zivilgesellschaft.

Fragen

Wie die Teufelskreise brechen, Frauen erwarten Männer sie zu beschützen und fördern so die gewaltvolle Entwicklung.

Anthony meint, dass sich beide gender Seiten dem System anklimatisiert haben mit den Rollen, dass die Männer mit Gewalt die Kinder und Frauen beschützen und die Frauen werden unterdrückt, sobald sie ihren eigenen Power benützen wollen, ein Teufelskreis.

Anthony empfiehlt erst mal mit „benennen“ zu beginnen und dadurch Bewusstsein zu schaffen.

Zur Frage bezüglich der strukurellen Gewalt von Organisationen im Sinne der Konzern-Verantwortungsinitiative erklärte Sara Koch vom EDA (Bund), dass diese Problematik im nächsten nationalen Aktionsplan berücksichtige werde im Jahre 2020.

Bericht René Hirsch, Global Ecovillage Network – Suisse

Exchange with Clare Hutchinson

Exchange with Clare Hutchinson

22. November 12:00 – 12:45 Uhr, Maison de la Paix – Genf

Empfang: Anna-Lena Kutscher (DACF)

NATO Secretary General’s Special Representative for Women, Peace and Security (WPS).

Der kleine Kreis von NGO VertreterInnen bekommt die Gelegenheit Clare Hutchinson persönlich kennenzulernen und offen Fragen zu stellen und zu diskutieren. Der Flug direkt von Brüssel hatte Verspätung. Darum kommt Clare etwas verspätet an.

Ich schätze Clare auf etwa Mitte Vierziger, sie trägt ihr Haar rot gefärbt und bringt sich von Anfang an offen, scharmant und humorvoll ein.

Zu Beginn erzählt sie etwas zu ihrer Person (Britisch, Canadien)

Während der 15 Jahren Friedensarbeit (Master International Relations) bei der UN war sie der UN genenüber kritisch. Nun arbeitet sie für die Nato und will sie von Innen ändern, was ihr einfacher scheint als von aussen. Sie möchte mit ihren hohen Prinzipien von Innen her wirken. Die Nato ist auch wie die UNO zu „Männer“ dominiert. Sie möchte Patirarchat verändern und die Frauenstimmen einbringen. Frauen müssen nicht schön sein, sondern ihre Stimmen sollen eingebracht werden. Clare möchte die Stimmen vom Ground her hören und diese einzubringen, sie möchte zudem die Diversität einbringen an Farben, Nationen, Angliegen und damit auch die Stimme der Frauen und der Zivilgesellschaft. Beziehungsweise NGO’s (Nichtregierungsorganisationen)

Die Nato besteht heute aus 29 Nationen und weiteren Staatspartnern wie beispielsweise die Schweiz. Einige Nationen unterstützen bereits ihr Genderanliegen. Allerdings sieht Clare noch viele Lobby- beziehungweise Aufbauarbeit. Es sei für sie nicht einfach ein JOB, sondern sie sei optimistisch und mache ihre Aufgabe mit grosser Liebe und persönlichem Engagement.

Frage von Madeleine Rees: Was könnten wir alle tun um dich Clare Hutchinson zu unterstützen? Wie wirst du dich einbringen? Was wird der Impact sein?

  • Bis heute hat sie keine Angestellten für diese wichtige Agenda. Sie kämpft aber darum und eine Stelle stehe bereits in Aussicht. Sie will jemand, die Gender Erfahrung mitbringt.
  • Sie brauche unbedingt Unterstützung von anderen Organisationen für die Gender Thematik. Im Sinne des Vergleichs, könne sie keine Äpfel kaufen, wenn der Kauf von Orangen vorgesehen wurde, sie brauche die Zielsetzung für die Gender Thematik auf die Agenda zu bringen.
  • Sie will eine Gender Analyse einbringen und wird es langsam herunterbrechen müssen. Dabei habe sie 8 Unterziele (Devisions).
  • Task Force: Normalerweise schickt die NATO Personen in eine Kriese ohne Entscheidungskraft. Das möchte sie ändern, Führerpersonen mit Entscheidungskraft sollen den Task Force übernehmen.
  • Die NATO benötigen unbedingt ein Training (Mentoring & Trainingprogramm 6 Month 1 Tag/Monat, Gender Kommunikation, Sexuelle, ….). Organisationen die etwas anbieten können, können sich bei ihr Melden
  • UN, EU, Nato (einzige Organisation ohne Policy) , January 13./14. London Meeting zu Gender (Sexual Violance, Frauen sollen sagen, warum diese Themen wichtig sind für die männlich orientierte Organisation)
  • Cyper Defence: SPS Sience for Peace Projekt – 90 tausend Dollar für Friedensstudien (Webseite 2x pro Jahr)
  • Get Money from Nato für Projekt, sind aber normalersweise an Softagenda, die Agendas wichtigen Agendas müssen Gendergerecht finanziell unterstützt werden
  • Die Nato hat diverse junge internationale Mitglieder wie Irak, Afganistan, etc.) Die Nationen müssen vorschlagen, dass Civil Organisationen teilnehmen an Meetings. In der Nato gibts 10 Woman Ambassadors.

Ein Vertrag mit Taliban wurde in letzter Minute durch ein Veto verunmöglicht. Die Nato ist mit allen Nationen im Kontakt. Bald wird Clare in Island etwas zu „War & Technologie“ sagen.

Frage wie sich die Kultur verändern soll

Laut Clare fehlen eindeutig Experten in der Genderagenda. Heute geben sogenannte Experten Beratung in den Entscheidungen, wo aber die Qualität fehlt! Darum möchte sie ein Mentoring & Training einführen. Ein Training allein verändert aber noch nichts. Sie möchte ein Training am Fokus und wie sie diesen Fokus auch in ihre Arbeitsstrukturen einbringen können.

Sie will die Menschen am EGO packen und ihnen aufzeigen wie sie selber gut dastehen, wenn sie das  Mandat zur Genderagenda aufnehmen. Wenn wir genügend Frauen in Organistionen haben, braucht es keine Gender Expertise mehr 🙂

Die Diskussion um Frauen beziehungsweise um die Zivilgesellschaft kann Veränderung bringen für uns alle. 

Priorität liegt für sie bei den Nationen, vermehrt Partnerschaften ausserhalb der Nato einzugehen wie zum Beispiel Georgien oder die Schweiz. 23 Nationen haben bereits Genderziele wie z.B. Ukraine, Columbia, Weniger priviligierte Regionen sind im Fokus

Frage zu Irak

Trainings im Militär zu Leadership. Wie sieht das in Irak aus?

Clare möchte unbedingt mit UN und EU zusammenarbeiten.

Es ist ganz neu da mit Frauen am runden Tisch zu sitzen bezüglich aktuellen Themen (Dialog on the Ground). Sie wird bald ein Treffen haben mit Experten der UN und EU.

Sie freut sich über Ideen von uns.

Frage von Anna Hess, Center for Security Studies, ETH

Frauen werden oft in die Struktur der Männer gedrängt. Wie kann diese Situation verändert werden?

Frauen soll frei sein und die Erlaubnis dazu haben, frei zu sein, in allem was sie machen möchten. Übrigens sei eine der ersten lebenden Bomben eine Frau gewesen.

Frauen sollen auch in die Armee um z.B. an Checkpoints, damit Gendergerecht Frauen durchsucht werden können usw.

Fragen von René Hirschi, Global Ecovillage Network – Suisse

Die fünf Nationen USA, China, Russland, Frankreich und England bilden den permanenten Sicherheitsrat (UNSC) zusammen mit sechs anderen wechselnden Nationen der insgesamt 193 UNO Mitgliedern. Die Tatsache, dass die permanenten Mitglieder zu jedem UN Beschluss ein Veto einlegen können untergräbt die Friedensbemühungen der UNO.

Die Frage lautet ob Clare sich vorstellen kann, dass diese Situation sich ändern wird, was sie verneint.

Die NATO begann 1949 als einen Angriffspakt mit 10 Nationen. Heute sind es 29 Nationen mit ähnlichen Werten. Hinzugekommen ist heute die Absicht die Demokratie weiter aufzubauen und für eine freie Marktwirtschaft zu sorgen. Neben der USA und Kanada sind die Mitglieder ausschliesslich europäische Nationen.

Die UNO scheint der Macht der NATO zu unterliegen respektive den permanenten Mitgliedern des Sicherheitsrates. Als Beispiel begann die USA verschiedene Kriege nach 9/11 ohne die Erlaubnis der UNO. Es ist niemand da, welche die USA zur Rechenschaft zieht. Zu gross sind wohl die Konsequenzen. Die USA ist eines der mächtigsten Mitglieder der NATO.

Zur Frage ob sie eine Chance sieht, dass die NATO die Macht der UNO abgibt, damit dies voll in ihre Funktion gehen kann, verneint sie auch. Sie meint, dass die mächtigen Nationen wohl nicht freiwillig ihre Macht abgeben wollen.

Meine letzte Fage ist, wie sieht die Vision der Frauen aus. Wie die der Männer aussieht kennen wir ja bis heute, wie sieht die Welt aus, wenn die Frauen an der Macht sind.

Clare bringt ein, dass Frauen nicht nur friedlich sind. Als Beispiel nennt sie die Primeministerin von England Margaret Hilda Thatcher, the Iron Lady. Es brauche klar beide Geschlechter.

Bericht René Hirsch, Global Ecovillage Network – Suisse

Besser Leben Forum

Olten, den 3. November 2018

Das diesjährige «Besser-Leben» war anders als die bisherigen; so hiess es denn auch «Besser-Leben-Forum» anstatt «Besser-Leben-Festival». Es wurde wie jedes Jahr von der IP (Integrale Politik www.integrale-politik.ch) veranstaltet und war ein grosser geistiger Spannbogen. Die etwa 100 Besucher waren weit mehr einbezogen als bislang, ja geradezu aufgefordert, sich einzubringen.

Im Zentrum stand das Referat von Prof. Ulrich Schachtschneider (www.ulrich-schachtschneider.de) über das ökologische Grundeinkommen. Dies ist ein bedingungsloses Grundeinkommen, das durch Abgaben auf unerwünschten Umweltverbrauch finanziert wird. Seien es Ressourcenverbrauch, CO2-Emissionen oder Flächenverbrauch: jede Belastung, die wir der Erde und ihren Ressourcen antun, soll durch eine Abgabe kompensiert werden, die gleichmässig an die Bevölkerung zurückverteilt wird. Dies geschieht in der Schweiz bereits in einem sehr kleinen Rahmen durch die Rückverteilung der CO2-Abgabe an die Bevölkerung über die Krankenversicherung. Das ökologische Grundeinkommen operiert dagegen mit ganz anderen Grössenordnungen.

In einem zweiten Teil fand eine Podiumsdiskussion statt, in der die Idee des ökologischen Grundeinkommens in Bezug auf andere, bereits existierende Initiativen gesetzt wurde: Gemeinwohlökonomie (Seraina Seyffer), Grüne (Jonas Fricker), Initiative für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung (Franziska Herren), Bedingungsloses Grundeinkommen (Daniel Häni).

In dieser Diskussion wurde klar, dass es viele Denkansätze gibt, um die globale Krise, in der die Erde und die Menschheit derzeit gefangen sind, aufzulösen – und doch bleiben wir hängen in vielem reden, diskutieren, auf die lange Bank schieben…So sagte ein Teilnehmer an den runden Tischen, die im dritten Teil gebildet wurden: ist es nicht schon 5 nach 12 und wir sollten endlich mit unserer Trauerarbeit beginnen? – Ein bewegendes Fazit.

Zur Erfrischung möchte ich stellvertretend zwei Initiativen nennen, die mir besonders aufgefallen sind:

Die Initiative «Sauberes Trinkwasser» von Franziska Herren: sie fordert ein Ende der Subventionen für eine Landwirtschaft, die durch Pestizide, Antibiotika und Düngemittel unser Trinkwasser und unsere Nahrung direkt in seiner Qualität beeinträchtigt. Sie hat eine eidgenössische Volksinitiative eingereicht, die fordert, dass nur noch eine solche Landwirtschaft subventioniert wird, die die Gesundheit und die Umwelt nicht gefährden.

www.initiative-sauberes-trinkwasser.ch

Die Initiative der Klimaseniorinnen: «Gemeinsam verklagen wir den Staat für mehr Klimaschutz». Mit der Klage verlangt die Initiative von den Bundesbehörden eine Korrektur der Schweizerischen Klimapolitik, weil die aktuellen Klimaziele und –Massnahmen nicht ausreichen, um die Erderwärmung auf ein ungefährliches Ausmass zu begrenzen.

www.klimaseniorinnen.ch

Als Stellvertreter von GEN-Suisse stellte ich vor allem die Aussage in den Mittelpunkt, dass die Umweltkrise die Kehrseite der menschlichen Inweltkrise ist. 

Um diese Inweltkrise konstruktiv miteinander anzugehen (da wir nicht glauben, dass dies einer alleine tun kann), braucht es Räume, Kreise und Lebensgemeinschaften, in denen so viel Vertrauen aufgebaut wird, dass wir die individuellen, trennenden Ego-Strukturen vor dem Hintergrund eines grösseren Ganzen sehen können. Diese Hintergrundsräume zu erforschen und gemeinsam zu lernen, was es heisst, neue, lebendige und menschenwürdige Strukturen aufzubauen, ist in der heutigen Zeit essenziell. So können wir als Menschen wirklich lernen, friedvoll miteinander und nebeneinander zu leben.

Ich empfehle euch, am nächsten Besser-Leben-Forum teilzunehmen.

Charly Rainer Ehrenpreis, Vorstand GEN-Suisse

Sommercamp August 2018

Sommercamp August 2018

Bereits zum zweiten Mal fand das jährliche GEN-Suisse Sommercamp auf dem Hof der Yamagishi Gemeinschaft statt. Unter freiem Himmel und dem schützenden Dach der grossen Scheune entstand für eine Woche ein Zeltdorf voller Wandelpioniere, Lebenskünstlerinnen und Gemeinschaftsinteressierten verschiedenster Herkunft und Generationen.

Ziel des Treffens war, sich gegenseitig zu inspirieren und spannende Projekte kennenzulernen, brennende Fragen der Gemeinschaftsszene weiterzubewegen und eine gute, nährende Sommerzeit zusammen zu verbringen. 

Tagsüber gab es immer wieder Zeit für OpenSpace, den die Teilnehmenden mit einem reichen Angebot von Workshops und Themenkreisen füllten.

Abends nutzten wir Forum als gemeinschaftsbildendes Werkzeug und es entstand jeweils ein besonderer Raum des gegenseitigen Zeigens und Sehens. Es war sehr eindrücklich, wie tief die Gruppe bereits nach kurzer Zeit gehen konnte, obwohl auch immer wieder neue Menschen dazukamen oder abreisten und es insgesamt eine bunt gemischte Truppe war.

Als zusätzliches Gefäss zum Austauschen bildeten sich «Homegroups», Gruppen von 5–6 Menschen, in denen jede/r über die Woche im kleineren Kreis darüber sprechen konnte, was ihn/sie gerade beschäftigte.

Sehr schön waren jeweils die Projektpräsentationen, die einen Eindruck der Schweizer Ökodorf-Landschaft vermittelten. Dabei kamen die etablierten Gemeinschaften und Projekte zu Wort, gaben Einblick, in was bei ihnen derzeit läuft und erzählten auch transparent von den Herausforderungen und schmerzhaften Momenten, die das Leben in Gemeinschaft mit sich bringen kann. Gleichzeitig stellten sich auch entstehende und sehr junge Gemeinschaften vor, erzählten von ihrer Vision, stellten Fragen und erhielten bekräftigendes Feedback durch das Netzwerk.

Dieses Jahr war zum ersten Mal das Netzwerk Holon am GEN-Suisse Sommercamp mit dabei. Die Gruppe bereicherte das Camp mit seinem Erfahrungsschatz und liess sich umgekehrt von der Arbeit von GEN inspirieren.

Einen besonderen Programmpunkt bildete die Einführung in die Aktionskampagne für die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals oder SDGs). Die SDGs sind eine Sonderinitiative des UN-Generalsekretärs und werden vom Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen verwaltet. Die siebzehn gesetzten Ziele beinhalten unter anderem die Aufhebung der Armut, nachhaltige Städte und Gemeinden, Klimaschutz, bezahlbare und saubere Energie oder der Schutz von Leben an Land und im Wasser. Damit decken sie sich mit vielen Kernanliegen von GEN und eine Zusammenarbeit wird deshalb in Zukunft stark angestrebt. 

Nachdenklich gestimmt hat auch der Input über den ökologischen Fussabdruck, der bei uns allen über dem Mass liegt, das unser Planet tragen kann. Am Beispiel der Schweibenalp wurde gezeigt welche Lebensentscheidungen zu einer Verkleinerung der Belastung führen und inwiefern Gemeinschaften hier ein Zukunftsmodell für die Schweiz sein können.

In der Woche wurden wir von innen und aussen mit Geschenken überrascht, zum Beispiel durch das warme Sommergewitter am ersten Abend, das nach der langen Trockenheit Boden und Gemüter erleichterte oder durch die spontan entstandenen Theatershows, die Kinder und Erwachsene entzückten.

Kulinarisch verwöhnten die Küchenmeister/innen der Next-GEN Community Trogen erneut die Besucher des Sommercamps mit herrlichem vegetarischem Essen.

von Selina Fehr, Mitglied Next-GEN-Beirat

Insgesamt war es eine sehr gelungene Woche, in der Freundschaften und Kooperationen entstehen durften, gesungen, gelacht und ausgetauscht wurde. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!